Ob Familie mit Kindern, Singles, migrantisch oder nicht, ob jung oder auf den Rollator angewiesen, am Dienstag Nachmittag, den 2.9.25 versammelten sie sich alle am Boenischplatz in der Johannstadt. So divers die Nachbarschaft des Viertel ist, so ist auch die Mietgemeinschaft Johannstadt, die zu dieser Kundgebung aufgerufen hatte. Zu Wort kamen die verschiedensten Stimmen und Perspektiven. Sie alle eint aber die Wut auf Vonovia, auf intransparente, überteuerte Nebenkosten. Eine Petition, die mehr Transparenz und verständliche Abrechnungen von der Vonovia einfordert, hatten bis dato 372 Mieterinnen und Mieter unterschrieben. Die Mietgemeinschaft existiert erst seit kurzer Zeit und ist mit Haustürgesprächen und dank der Petition soweit gewachsen, dass mehr als 200 Menschen zu der Kundgebung gekommen sind. Neben zahlreichen Wortbeiträgen der Mieter:innen vor Ort, gab es Gastbeiträge des Netzwerk Vonovia-Mieter Dresden, der Band Fiatelle, unserer Initiative und weiterer.

Nach dem Kundgebungsauftakt gab es einen Demozug mit lauten Sprechchören und Musik der Fiatelle Blaskapelle zum Büro von Vonovia, wo allerdings wenig überraschend niemand für die Mieter:innen zu sprechen war. Dafür nahmen Lokalpolitiker:innen Anne Herpertz (Piraten), Paul Senf und Polina Elviha (Die Linke), Julia Hartl (SPD) und Ulla Wacker (Grüne) die Forderungen entgegen.

Unabhängig von realen Verbesserungen durch lokale Politik oder Vonovia selbst, hat die Mietgemeinschaft schon jetzt erreicht, dass sich viele der Johannstädter Vonovia Mieter:innen nicht länger allein und ausgeliefert fühlen, dass ein guter Start fuer eine langfristige Vernetzung gelegt ist und sich in Zukunft die Bewohner:innen frühzeitig & gemeinsam gegen Zumutungen des Wohnungskonzerns wehren können.
Wir gratulieren zu diesem tollen Erfolg!
Wer in der Johannstadt wohnt und Kontakt zur Mietgemeinschaft sucht, erreicht diese unter: kontakt@mietgemeinschaft-johannstadt.de
